Durch die Segmentierung in unzählige Unternehmensbereiche ist eine Gesamt-Strategie für die Post verloren gegangen. Die immer neuen Veröffentlichungen zu den Vorgängen in den letzten Jahren, Monaten und Tagen zeigt, dass der Vertrauensverlust so gross ist, dass es neue Leute im Verwaltungsrat, den Geschäftsleitungen und einzelnen Aufsichtsgremien braucht, die Begriffe wie «Service Public» und «bundeseigener Betrieb» verstehen.

Vor uns liegt eine Volksinitiative mehr, die vorgibt, für die unter den Behörden leidende Bevölkerung einen Missstand beheben zu wollen. Doch es besteht kein Handlungsbedarf im Verhältnis des Bundesrechts und dem Völkerrecht und es gibt auch keine Schweizerinnen und Schweizer die unter den sogenannten fremden Richtern leiden würden.

Am 3. März 2013 wurde die Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG) mit 62,9% Ja-Stimmen angenommen. Ziel der Gesetzesänderung war es, durch die Förderung einer kompakte Siedlungsentwicklung die Zersiedelung in der Schweiz zu bremsen. Dazu sollen zu grosse Bauzonen verkleinert und bestehendes, brachliegendes Bauland effizienter genutzt werden.

Die Änderung des Raumplanungsgesetzes war der indirekte Gegenvorschlag auf die 2008 eingereichte «Landschaftsinitiative». Auch diese hatte zum Ziel, die Zersiedelung in der Schweiz zu bremsen. Sie verlangte, dass die Gesamtfläche der Bauzonen in der Schweiz während 20 Jahren nicht anwachsen dürfe. Sie wurde zurückgezogen, in der Hoffnung, dass das RPG eine raumschonende Wirkung erzielen würde.

Wie nimmt die Bevölkerung nun 5 Jahre nach Annahme des revidierten RPG dessen Wirkung wahr? Nach wie vor werden grüne Wiesen überbaut, in Landwirtschaftszonen grosszügig neue Bauten erstellt und nicht mehr benötigte landwirtschaftliche Bauten umgenutzt.

Rede zum 1. Mai in Stäfa

Anfang 1886 – vor über 130 Jahren - hat die nordamerikanische Arbeiterbewegung zur Durchsetzung des Achtstundentags zum Generalstreik am 1. Mai aufgerufen. Am 1. Mai, weil schon dreissig Jahre vorher in Australien eine Massendemonstration der Arbeiter stattgefunden hatte. Seither begehen wir jedes Jahr dieses historische Ereignis.

Viele Leute haben das Gefühl, dass 1.Mai-Anlässe überholt wären. Der Beweis des Zusammenhalts würde nichts bewirken und ein Mai-Bummel -eigenverantwortlich gestaltet - wäre ein grösserer Genuss. Ist das so?