Thomas Hardegger

Am 20. Oktober 2019 wieder in den Nationalrat!

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Wir alle sorgen uns um die Zukunft der Altersvorsorge. Ist die Finanzierung auch in 10 Jahren noch sicher? Bleibt das Rentenniveau erhalten? Glaubt man der Panikmache der Medien, ist gar nichts mehr sicher. Sicher verlangt die demographische Entwicklung Anpassungen, damit die mittel- und langfristige Finanzierung gesichert ist. Das 3-Säulenmodell basiert - gut schweizerisch - auf kollektiven und individuellen Beiträgen: die AHV wird solidarisch finanziert, die Pensionskasse persönlich-individuell und die 3.Säule ist ganz freiwillig.

Für 38% der Frauen und 19% der Männer ist die AHV im Alter die einzige Einkommensquelle. Vielen fehlt eine Pensionskassen-Rente oder sie ist wegen ihrer Erwerbsbiographie sehr klein. Dazu kommt, dass die Renten der 2.Säule trotz steigenden Lohnabzügen sinken. Und 80% der Pensionierten konnten sich keine 3.Säule leisten. Eine Erhöhung der AHV ermöglicht vielen überhaupt erst ein Alter in Würde.

Die zuständige Kommission des Nationalrats will nun die Renten der 2. Säule senken und das AHV-Alter mit einem Automatismus wiederholt erhöhen – dies ohne Kompensation bei der AHV. Statt sich um eine Flexibilisierung des Rentenalters und eine sichere Finanzierung zu kümmern, setzt das Parlament einseitig auf Rentenabbau.

Bei der Sicherung des Rentenniveaus spricht vieles für die Erhöhung der AHV. Das Preis-Leistungsverhältnis ist klar besser als bei den Pensionskassen. Da das Kapital für die berufliche Vorsorge angelegt werden muss – 20 x mehr als bei der AHV mit dem Umlageverfahren – fliessen aus der 2.Säule jährlich 6,5 Milliarden Franken für die Verwaltung ab; Geld das nicht für die Renten zur Verfügung steht. Klar, dass Vertreter von Banken und Versicherungen versuchen, die AHV schlecht zu reden und die Pensionskassen zu privilegieren. Sie scheuen sich auch nicht, die Generationen gegeneinander aufzuwiegeln mit der Behauptung, die Jungen würden benachteiligt. Dabei haben die heutigen Betagten – bei längerer Arbeitszeit und weniger Ferien – die Ausbildung der Jüngeren bezahlt und die Strassen, Bahnen, Spitäler und Schulen gebaut, von dem wir heute profitieren können.

Die Volksinitiative AHVplus will 10% höhere AHV-Renten: Die kann mit je 0,4% mehr Lohnabzug finanziert werden.  Für Pensionierte ohne oder niedriger Pensionskassenrente wäre dies eine deutliche Verbesserung, für die anderen eine Milderung der anstehenden Rentenkürzungen in der 2.Säule. Mit einem Ja zur Volksinitiative AHVplus erhält das Parlament den notwendigen Fingerzeig.

SP Rümlang